{"id":11,"date":"2015-01-14T23:16:22","date_gmt":"2015-01-14T23:16:22","guid":{"rendered":"http:\/\/pt-in-ontario.de\/?page_id=11"},"modified":"2016-04-26T18:15:50","modified_gmt":"2016-04-26T18:15:50","slug":"kompetenzentwicklung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/pt-in-ontario.de\/?page_id=11","title":{"rendered":"Klinische Kompetenzentwicklung"},"content":{"rendered":"<p><strong>Inhalte dieser Seite<\/strong> &#8211; von unten nach oben<br \/>\n&#8211; <strong>Teil 5: <\/strong>Entwicklung professionellen Verhaltens<br \/>\n&#8211; <strong>Teil 4:<\/strong> Preceptor-Education-Programm &#8211; Was ist das genau?<br \/>\n&#8211;<strong> Teil 3:<\/strong> Reflexion &#8211; Typen und reflexive Elemente<br \/>\n&#8211;<span style=\"color: #000000;\"> <strong>Teil 2:<\/strong>Theoretisches Wissen und die Anwendung in der Praxis<br \/>\n&#8211; <strong>Teil 1: <\/strong>Ressourcen zur klinischen Kompetenzentwicklung<\/span><\/p>\n<h3><span style=\"color: #993300;\">Teil 5:\u00a0<strong>Entwicklung professionellen Verhaltens\u00a0<\/strong>[1]<strong><br \/>\n<\/strong><\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Professionelles Verhalten zu erlernen geh\u00f6rt zum Ausbildungsschwerpunkt in der Physiotherapie in Kanada. Kolleginnen der Western University entwickelten auf Basis bereits beschriebener Schl\u00fcsselverhaltensweisen f\u00fcr Professionelle aus der Physiotherapie ein student self-evaluation tool &#8211; <strong>The Comprehensive Professional Behavior Development Log<\/strong>. Dieses Instrument wird den Studierenden bereits im ersten Ausbildungsjahr vorgestellt. Ziel ist es,<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>die Lernenden f\u00fcr professionellen Verhalten zu sensibilisieren,<\/li>\n<li>ein Bewusstsein f\u00fcr die Wichtigkeit professionellen Verhaltens zu vermitteln und zu entwickeln sowie<\/li>\n<li>die Studierenden dazu zu bef\u00e4higen, sich selbst im Verlaufe des Studiums und in ihrer zuk\u00fcnftigen beruflichen T\u00e4tigkeit ihr eigenes professionelles Verhalten zu \u00fcberpr\u00fcfen, zu reflektieren und zu entwickeln.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um die Selbst-Evaluation von Kompetenzen zu erm\u00f6glichen, wurden aus Schl\u00fcsselbereichen zu professionellem Verhalten Kriterien formuliert, nach Themen sortiert und in tabellarischer Form f\u00fcr die Lernenden zur Verf\u00fcgung gestellt. So k\u00f6nnen die Studierenden kritisch ihr eigenes Verhalten in seiner Konsistenz und Kontinuit\u00e4t einsch\u00e4tzen und pflegen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Beispiel:<\/strong> Einhaltung legaler und ethischer Kodes <span style=\"color: #0000ff;\"><a style=\"color: #0000ff;\" title=\"Beispiel\" href=\"http:\/\/pt-in-ontario.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Beispiel-professionellen-Verhaltens.pdf\">hier<\/a><\/span>.<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #0000ff;\"><span style=\"color: #000000;\">vollst\u00e4ndige Unterlagen zum Thema (mit freundlicher Genemigung der AutorInnen) als<\/span><a style=\"color: #0000ff;\" title=\"Material in Englisch als ZIP-Datei\" href=\"http:\/\/pt-in-ontario.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/CPBDLmanuscript-item-generation.zip\"> zip<\/a><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"> Inhalt einzelnd<\/span><br \/>\n&#8211; <span style=\"color: #0000ff;\"><span style=\"color: #000000;\">The Comprehensive Professional Behavior Development Log<\/span><a style=\"color: #0000ff;\" title=\"CPBDL\" href=\"http:\/\/pt-in-ontario.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/CPBDL-6-item-Response-Rev-2008.pdf\"> PDF<\/a><\/span><br \/>\n&#8211; <span style=\"color: #0000ff;\"><span style=\"color: #000000;\">PT Refelctions on Professional Socialisation<\/span><a style=\"color: #0000ff;\" title=\"PT-Reflections-on-Professional-Socialization\" href=\"http:\/\/pt-in-ontario.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/PT-Reflections-on-Professional-Socialization.pdf\"> PDF<\/a><\/span><br \/>\n&#8211; <span style=\"color: #0000ff;\"><span style=\"color: #000000;\">Understandig the Professional Socialisation of Canada<\/span><a style=\"color: #0000ff;\" title=\"PT Socialisation\" href=\"http:\/\/pt-in-ontario.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Bartlett-Lucy-Bisbee-and-Conti-Becker-2009.pdf\"> PDF<\/a><\/span><br \/>\n&#8211; <span style=\"color: #0000ff;\"><span style=\"color: #000000;\">Item generation and Pilot testing of CPBDL<\/span><a style=\"color: #0000ff;\" title=\"CPBDLmanuscript-item-generation\" href=\"http:\/\/pt-in-ontario.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/CPBDLmanuscript-item-generation1.pdf\"> PDF <\/a><\/span><br \/>\n&#8211;<span style=\"color: #0000ff;\"><span style=\"color: #000000;\"> Student\u00b4s instruction<\/span><a style=\"color: #0000ff;\" title=\"Students-Instructions\" href=\"http:\/\/pt-in-ontario.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Students-Instructions.doc\"> doc.<\/a><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">[1] siehe auch: <span style=\"color: #0000ff;\"><a style=\"color: #0000ff;\" title=\"Essential-Comp-PT-Profile-2009\" href=\"http:\/\/pt-in-ontario.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Essential-Comp-PT-Profile-2009.pdf\">Essential Competency Profil for Physiotherapists in Canada 2009<\/a><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><span style=\"color: #993300;\">Teil 4: <strong>Preceptor \u2013 Education &#8211; Program<\/strong><\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u00a0<\/strong>Das <span style=\"color: #3366ff;\"><a style=\"color: #3366ff;\" title=\"zum PEP\" href=\"http:\/\/www.preceptor.ca\/\">Preceptor-Education-Program<\/a><\/span> (PEP) ist ein Online-Lern-Programm, zur Unterst\u00fctzung und Vorbereitung auf die klinische Praxis\/Praktika in Ontario\/Kanada. Es wird von Lehrkr\u00e4ften, klinischen PraxisanleiterInnen und Studierenden genutzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Akteure verschiedener Gesundheitsprofessionen formalisierten wissenschaftliche Grundlagen, die auf umfassende \u00dcberpr\u00fcfungen derzeit bestehender Praktikaprogramme und auf Befragung von Lehrkr\u00e4ften, PraxisanleiterInnen und Studierenden beruhen. Aus\/Mit diesem Basiswissen erarbeiteten sie eine flexible und innovative Lern-Plattform, die als Module aufbereitet wurden. Studierende, Lehrkr\u00e4fte und PraxisanleiterInnen profitieren gleicherma\u00dfen von diesem kostenlosen Angebot.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die acht angebotenen Lernmodule k\u00f6nnen von jeder Gesundheitsdisziplin verwendet werden. Einige Inhalte richten sich mehr an Studierenden\/Lernenden, andere mehr an die Lehrkr\u00e4fte\/PraxisanleitetInnen. Gleichwohl\/Jedoch ist der Gro\u00dfteil der Module f\u00fcr beide von Nutzen. Studierende\/Lernende und Lehrkr\u00e4fte\/PraxisanleitetInnen k\u00f6nnen sogar gemeinsam festlegen, welche der Module sie (\u2026in den ersten Wochen des Praktikums\u2026) zusammen bearbeiten wollen. Sie k\u00f6nnen sich jederzeit in das Programm einloggen und ein oder mehrere Module vervollst\u00e4ndigen. Die Bearbeitung eines jeden Moduls dauert ungef\u00e4hr 30 Minuten. Jedes Modul beinhaltet einen thematischen Schwerpunkt, der zu Beginn mit dazugeh\u00f6renden Learning Outcomes vorgestellt und verdeutlicht wird. Innerhalb des Moduls finden sich praktische Tipps, Videos, Links und Fachartikel, die schnell zu finden sind, das Lernen f\u00f6rdern und Inhalte weiter vertiefen. Die Modulinhalte k\u00f6nnen bei Bedarf ausgedruckt werden. Nach erfolgreicher Beantwortung einiger Quizfragen kann jedes Modul mit einem Zertifikat abgeschlossen werden.<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #993300;\">Modulthemen sind:<\/span><\/strong><\/p>\n<ol>\n<li>Einf\u00fchrung, Rollen und Erwartungen<\/li>\n<li>Entwicklung von Lernzielen<\/li>\n<li>Feedback<\/li>\n<li>Verst\u00e4ndnis und F\u00f6rderung klinischer Entscheidungen<\/li>\n<li>F\u00f6rderung einer reflektierten Praxis<\/li>\n<li>Umgang mit Konflikten<\/li>\n<li>Evaluation<\/li>\n<li>peer coaching<\/li>\n<\/ol>\n<p><span style=\"color: #993300;\"><strong>Aufbau der Module <\/strong><\/span><br \/>\nIn den Klammern sind Beispiele aus dem Modul 3 \u2013 Feedback<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jedes Modul wird durch eine kurze Vorstellung und dem Hintergrund des Modulthemas eingef\u00fchrt (Intruduction). Im n\u00e4chsten Schritt wird aufgezeigt, was es in diesem Modul zu lernen gibt und es werden Lernziele f\u00fcr die Lerneinheit beschrieben (Learning Outcomes). Alle relevanten Begriffe werden definiert (What is Feedback?), ggf. von anderen Fachbegriffen abgegrenzt (The Difference Between Feedback and Evaluation) sowie deren Funktion beschrieben (Function of Feedback). Im Folgenden wird der Bezug des Themas zum aktuellen Forschungsfeld hergestellt und die Relevanz f\u00fcr den Lernenden durch konkrete Beispiele aufgezeigt. Die aktiven Lerneinheiten beginnen meist mit den Zusammentragen des Vorwissens und dem Austausch bisheriger positiver und negativer Erfahrungen. In den folgenden Lernaktivit\u00e4ten werden Beispiele angeboten, deren Besonderheiten reflektiert und hervorgehoben werden. Im Lernprozess werden die Lernenden immer wieder mit Fragen angeregt, sich in Situationen hinein zu f\u00fchlen (Wie w\u00fcrdest Du \u2026 ?). Jede Lerneinheit schlie\u00dft mit einer stichpunktartigen Zusammenfassung ab.<\/p>\n<h3><span style=\"color: #993300;\">Teil 3: Reflexion<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Beitrag vom 25.10.14<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"> So, what is reflection? Es gibt daf\u00fcr viele Definitionen. Dar\u00fcber werde ich nicht berichten. Nur, dass unsere Reflexionen als internale Prozesse zu verstehen sind, die uns ein besseres Verst\u00e4ndnis unserer Erfahrungen erm\u00f6glichen. Ebenso unterst\u00fctzt sie uns, \u00fcber unsere eigene Perspektiven hinauszusehen und ggf. unser Verhalten zu \u00e4ndern oder unser Denken zu vertiefen. Aber ich m\u00f6chte nun lieber kurz \u00fcber das schreiben, was mir in einigen Texten** besonders aufgefallen ist und was ich in den bisherigen Seminaren entdecken konnte.<\/span><\/p>\n<h6>Sch\u00f6n** unterscheidet <strong>3 Typen von Reflexion<\/strong>:<\/h6>\n<ol>\n<li><strong><span style=\"color: #ff6600;\">Reflection-in-action<\/span><\/strong><\/li>\n<li><strong><span style=\"color: #808000;\">Reflection-on-action<\/span><\/strong><\/li>\n<li><strong><span style=\"color: #0000ff;\">Reflection-for-action<\/span><\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p><span style=\"color: #000000;\">F\u00fcr die klinische Kompetenzentwicklung sind alle drei essentiell. Was bedeuten sie nun?<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #ff6600;\"><strong>Reflection-in-action<\/strong> =<\/span> p<span style=\"color: #000000;\">assiert, w\u00e4hrend die\/der Lernende mitten in einer Aktivit\u00e4t ist. Die\/der Lernende ist mit unerwarteten Konditionen bzw. Geschehnissen konfrontiert und muss \u00fcber ihren\/seinen aktuellen Handlungsplan neu nachdenken und anders handeln, als sie\/er es sich vorgenommen hat.<br \/>\nEin Beipsiel aus der Praxis w\u00e4re: Mitten in der Behandlung f\u00e4ngt der Patient an zu weinen &#8211; passiert tats\u00e4chlich manchmal &#8211; die\/der Lernende, anf\u00e4nglich \u00fcberfordert, unterbricht die Behandlung und legt spontan die Hand auf die Schulter des Patienten. Der Patient beruhigt sich nach kurzer Zeit wieder.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #808000;\"><strong>Reflection-on-action<\/strong> = <span style=\"color: #000000;\">passiert, wenn die\/der Lernende die Aktion kompett beendet hat und eine R\u00fcckschau auf die Handlung unternimmt.<br \/>\n<strong>Beispiel:<\/strong> Die\/der Lernende <\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\">kann \u00fcber die letzte Lerngruppe berichten, dass diese ihr\/ihm sehr geholfen hat, endlich das schwierige Thema zu verstehen, an dem sie\/er sich die Tage zuvor unendlich angem\u00fcht hat. <\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong><span style=\"color: #0000ff;\">Reflection-for-action<\/span><\/strong> = Die\/der Lernende beginnt \u00fcber Situationen nachzudenken, bevor sie\/er mit der Handlungssituation konfrontiert wird und beginnt vorausschauend zu planen, um das Outcome so gut als geht zu optimieren.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"> <strong>Beispiel<\/strong>: Die\/der Lernende realisiert, dass die letzte Behandlung an der Patientin nicht professionell verlaufen ist. Sie\/er erkennt Behandlungsfehler, die \u00fcberdacht und neu bewertet werden m\u00fcssen, um in der kommenden Bahndlung besser auf die Probleme der Patientin eingehen zu k\u00f6nnen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Also: Reflexion ist nicht nur die Handlung zu stoppen und Probleme so zu l\u00f6sen, wie wir es immer gemacht haben. Es ist auch viel mehr, als nur unsere Gedanke und Gef\u00fchle zu erkl\u00e4ren. Reflexion fordert uns st\u00e4ndig auf unsere Erfahrungen zu hinterfragen, prim\u00e4r, <strong>was<\/strong> wir denken und <strong>wie<\/strong> wir es denken.<br \/>\n<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"> Reflexive Fragen, die uns unterst\u00fctzen k\u00f6nnen sind zum Beispiel:<\/span><\/p>\n<ul>\n<li><span style=\"color: #000000;\">Was denkst Du ist in dieser Situation passiert?<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\">Welche Perspektive hat den Studierenden zu diesen Handlungen gebracht?<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\">Wie kann man so eine Situation anders herangehen?<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\">Was vermutet die Lehrkraft hinter diesem Verhalten und wie kann sie es in der Zukunft ber\u00fccksichtigen?<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<h6>Mezirow*** bringt drei weitere reflexive Elemente ein.<\/h6>\n<ol>\n<li><span style=\"color: #ff6600;\"><strong>Inhalt der Reflexion<\/strong><\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #808000;\"><strong>Reflexionsprozess<\/strong><\/span><\/li>\n<li><strong>Voraussetzungen zur Reflexion<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Mezirow\u00b4s*** reflexive Elemente beschreiben Dimensionen, die bewusste Denkprozesse miteinander verflechten. Was bedeuten sie?<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #ff6600;\"><strong>Inhalt der Reflexion <\/strong><span style=\"color: #000000;\">= Die\/der Lernende untersucht das Problem, um es besser zu verstehen.<br \/>\n<strong>Beispiel:<\/strong> Eine Ganganalyse ist sehr komplex. Die Lernende sieht an dem Gangbild der Patientin die Abweichungen nicht. Sie sieht sich ihre Unterlagen mit den 8 Gangphasen, ihren Besonderheiten und den muskul\u00e4ren Beteiligungen an. Sie bespricht ihr Wissen in einer Lerngruppe. Durch die Wiederholung des Stoffes kann sie nun die verschiedenen Phasen besser differenzieren, eine Schwachstelle bei der Patientin feststellen und die Ursache zu behandeln.<br \/>\n<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #808000;\"><strong>Reflexionsprozess<\/strong><\/span> <span style=\"color: #000000;\"> <span style=\"color: #000000;\">= die\/der Lernende beginnt zu erkunden, welche Strategien und Prozesse Einfluss auf Erfahrungen und Probleml\u00f6sesituationen haben.<br \/>\n<strong>Beispiel: <\/strong><\/span>Der Studierende arbeitet in einer Gruppen, um sich \u00fcber Behandlungen von Patienten mit Multipler Sklerose auszutauschen. Dabei stellt er fest, wie unterschiedlich andere Studierende \u00fcber die Verl\u00e4ufe berichten und auf wieviele Art und Weisen dieses Krankheitsbild behandelt weden kann.<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Voraussetzungen zur Reflexion<\/strong> = <span style=\"color: #000000;\">Die\/der Lernende erkennt ihre\/seine eigenen Anschauungen, Werte, Glaubenss\u00e4tze und Befangenheiten, beginnt sie zu erkl\u00e4ren und\/oder zu kritisieren &#8211; versteht sie damit besser. Sie\/er f\u00e4ngt an nach weiteren Perspektiven und\/oder alternativen Erkl\u00e4rungen zu suchen.<br \/>\n<strong>Beispiel: <\/strong>Die\/der Lernende denkt \u00fcber ihre\/seine Lernfortschritte nach. Sie\/er ist nicht damit zufrieden. Sie\/er versucht Ursachen daf\u00fcr zu ergr\u00fcnden und findet, dass das Vertrauen in die eigenen F\u00e4higkeiten ein unsicheres Gef\u00fchl hervorruft.<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Die drei Typen der Reflexion von Sch\u00f6n und die drei reflexiven Ebenen von\u00a0Mezirow kommen jedem von uns vertraut und irgendwie logisch vor, doch kann es f\u00fcr die eine oder andere Lehrkraft durchaus eine Hilfe sein, Reflexion in dieser Form auseinandergepfl\u00fcckt zu kennen. Vor diesem Hintergrundwissen lassen sich Aussagen der Lernenden \u00fcber Erfahrungen besser einsch\u00e4tzen und eigene Fragen k\u00f6nnen viel gezielter an die Lernenden gerichtet werden.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">In den Seminaren des Masterprogramms f\u00fcr Physiotherapie ist Reflexion\u00a0 ein wichtiger Unterrichtsbestandteil. Die Lehrkr\u00e4fte nahmen im Verlauf des Unterrichts etliche Male (durch Beispiele, F\u00e4lle, Patientenerfahungen, Unterrichtsgespr\u00e4che, Fragerunden) Bezug auf die Praxis. Ob sie das bewusst in Anlehnung an die Theorie der Reflexion machen, muss hier offen bleiben. Dar\u00fcber kann ja mal jemand seine Diplomarbeit schreiben \ud83d\ude09<\/span><\/p>\n<h6>Literatur<\/h6>\n<p>** Sch\u00f6n DA. <em>Educating the Reflective Practioner. <\/em>San Francisco, CA: Jossey-Bass Publishers; 1987<br \/>\n** Sch\u00f6n DA. <em>The Reflective Practitioner: How Professionals Think in Action. <\/em>New York, NY: Basic Books; 1983<br \/>\n*** Mezirow J. <em>Fostering Critical Reflexion in Adulthood: A Guide to Transformative and Emancipatory Learning. <\/em>San Francisco, CA: Jossey-Bass Publishers; 1990.<\/p>\n<h3><span style=\"color: #993300;\">Teil 2: Theoretisches Wissen und die Anwendung in der Praxis<\/span><\/h3>\n<p>Beitrag vom 24.10.14<br \/>\nIn der universit\u00e4ren Praxis erlebe ich st\u00e4ndig verschiedenste Lehraktivit\u00e4ten, um theoretisches Wissen in die Praxis zu lenken. Dazu geh\u00f6ren:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>PhysiotherapeutInnen<\/strong> (PT) aus der Praxis \u00fcbernehmen Themen im Unterricht und geben mit Begleitung der Lehrkr\u00e4fte Seminare. Ihre Autentizit\u00e4t bewirkt in den Lerngruppen eine lebendige Interaktion. Ihre BeispielpatientInnen kommen <em>aus dem Leben<\/em> und werden meistens mit eigenen fachlichen, sowie pers\u00f6nlichen Erfahrungen verkn\u00fcpft. Die professionelle Lehrkraft, die nat\u00fcrlich den Unterricht mitbegleitet, leistet den Transfer in Stoffgebiete, die bei den Lernenden vorausgesetzt werden k\u00f6nnen und stellt vertiefende oder provozierende Fragen.<\/li>\n<li>Lehrkr\u00e4fte nutzen eine ganze Reihe von <strong>Videos<\/strong>. Diese Videos entstehen all zu oft durch die Lehrkr\u00e4fte selbst. Um die Produktion der Videos zu erleichtern, kann die School of Physio Therapy auf eine ziemlich gute Technik zur\u00fcckgreifen. Nicht nur, dass es die technische Ausstattung gibt &#8211; es gibt auch hilfsbereite TechnikerInnen dazu \ud83d\ude42<\/li>\n<li>In einer <strong>One-Minute-Presentation<\/strong> bekommen die Lernenden die Gelegenheit theoretisches Wissen an ihre Mitstudierenden zu vermitteln. Ihr werdet jetzt vielleicht denken, dass das ja kein Transfer in die Praxis ist. Doch das ist es! PTs sind angehalten (und als Professionelle sogar dazu verpflichtet). Bei der kurzen-knackigen Pr\u00e4sentation lernen sie etwas aktiv zu erkl\u00e4ren. Sie m\u00fcssen in der Lage sein Hintergr\u00fcnde f\u00fcr ihr Tun patientengerecht zu erk\u00e4ren. Darin geht es um das WAS sie mit ihren PatientInnen WARUM machen.<\/li>\n<li>Ein weiteres Beispiel f\u00fcr den Transfer in die Praxis ist das <strong>Arbeiten in Lerngruppen<\/strong>. Ach, werdet Ihr wieder denken, wo ist die Praxis? Die ist in der <span style=\"color: #800000;\"><strong>Reflexion!<\/strong><\/span> Diese findet in einigen Kursen schriftlich im Anschluss an die Gruppenarbeit statt. Hier sollen nicht nur alle neuen theoretischen Inhalte reflektiert werden, sondern im Besonderen die Arbeit in der Gruppe, das Entdecken und Bew\u00e4ltigen von Lernschwierigkeiten, das Zusammenwachsen uvam. Die Lehrkraft sammelt die verschriftlichten Reflexionen ein und kann, wenn die\/der Lernende Schwierigkeiten hat, sehr gezielt helfen. Diese \u00dcbungen dienen<br \/>\n&#8211; der Schulung Stimmungen anderer Menschen wahrzunehmen und darauf ad\u00e4quat zu reagieren,<br \/>\n&#8211; dem Arbeiten im Team &#8211; was im kanadischen Gesundheitssystem absolut <strong>erforderlich<\/strong> ist &#8211; zu lernen und<br \/>\n&#8211; dem Wahrnehmen seiner selbst, um zu lernen mit seinen eigenen Affekten umzugehen und sicher noch einigem mehr &#8230;.<\/li>\n<li>Auch <strong>PatientInnen<\/strong> kommen in die Uni. Hier\u00fcber schreibe ich sp\u00e4ter genaueres &#8211; Akquise, Organisation etc.<\/li>\n<li>Auch zu den <strong>Praktikas<\/strong> schreibe ich die Tage was.<\/li>\n<\/ul>\n<h3><span style=\"color: #993300;\">Teil 1: Ressourcen zur klinischen Kompetenzentwicklung<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Beitrag vom 22.10.14<br \/>\nDie wichtigste Ressource zur klinischen Kompetenzentwicklung in der Physiotherapie ist die <strong>Reflexion<\/strong>. In der Ausbildung der PTs und vieler anderen Gesundheitsberufe sicher auch ( &#8211; ich hab nat\u00fcrlich nicht alle Curricula durchgesehen!) ist es von besonderer Bedeutung den Wert der Reflexion in der klinischen Praxis und in der Entwicklung der eigenen Profession zu erkennen. Die Lehrkr\u00e4fte gehen davon aus, Studien unterst\u00fctzen dies, dass Reflexion zu kritischem Denken und damit zu einem reflektierten, klinischen Handeln bef\u00e4higt. Um die Lernprozess des Reflektierens zu erleichtern unterst\u00fctzen die Lehrkr\u00e4fte die Lernenden durch gezielte und effektive Fragen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong><span style=\"color: #800000;\">Aber eins nach dem anderen, denn<br \/>\nklinische Kompetenzentwicklung ist ein sehr komplexes Thema<br \/>\nund ich versuche Euch m\u00f6glichst viele Ausschnitte aufzuzeigen,<br \/>\ndie mit den Links nach Wunsch vertieft werden k\u00f6nnen.<\/span> <\/strong><\/p>\n<p>Die Ausbildung Physiotherapie in Kanada lehnt sich an die in <strong><a href=\"http:\/\/www.apta.org\/\">The American Physical Therapy Association<\/a><\/strong> entwickelten Core Values. Diese beschreiben&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\u00a0&#8230; Abstract Concepts Essential to Professional Development in Physical Therapy.<\/p>\n<table style=\"background: none repeat scroll 0% 0% #e7e6e6; border-collapse: collapse; height: 336px;\" width=\"607\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"width: 169.85pt; border: none; border-right: solid windowtext 1.0pt; padding: 0cm 5.4pt 0cm 5.4pt;\" width=\"226\"><strong><strong>Kernwerte<\/strong><\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Rechenschaft<\/li>\n<li>Uneigenn\u00fctzigkeit<\/li>\n<li>F\u00fcrsorge und Mitgef\u00fchl<\/li>\n<li>Spitzenleistung<\/li>\n<li>Integrit\u00e4t<\/li>\n<li>Pers\u00f6nliche Pflicht<\/li>\n<li>Soziale Verantwortung<\/li>\n<\/ul>\n<\/td>\n<td style=\"width: 283.25pt; border: none; padding: 0cm 5.4pt 0cm 5.4pt;\" width=\"378\"><strong>Essentielle affektive<br \/>\nVerhaltensweisen <\/strong><strong><strong><strong>von PhysiotherapeutInnen<\/strong><\/strong><\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Kulturelle Kompetenz<\/li>\n<li>Interpersonelle Kompetenz<\/li>\n<li>Berufsethik<\/li>\n<li>Kommunikative Kompetenz<\/li>\n<li>F\u00fchrungskompetenz<\/li>\n<li>Selbsteinsch\u00e4tzung<\/li>\n<li>Klinische Beurteilung<\/li>\n<li>Long Live Learning<\/li>\n<\/ul>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hier geht es um abstrakte Konzepte, die ein Verst\u00e4ndnis von Professionalit\u00e4t enthalten sollen. Besonders ist, dass diese Kernwerte f\u00fcr Professionalit\u00e4t als <strong>Erfordernis und Grundvoraussetzung qualitativer medizinischer Betreuung<\/strong> anzusehen sind. Die Kernwerte finden sich ebenso in der Schulung und Entwicklung der Reflexionsf\u00e4higkeit der Lernenden wieder. Ich komme an anderer Stelle auf die Rolle und Vielfalt der Reflexion in klinischen Lernkontexten zur\u00fcck &#8211; siehe Punkt 3 oben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalte dieser Seite &#8211; von unten nach oben &#8211; Teil 5: Entwicklung professionellen Verhaltens &#8211; Teil 4: Preceptor-Education-Programm &#8211; Was ist das genau? &#8211; Teil 3: Reflexion &#8211; Typen und reflexive Elemente &#8211; Teil 2:Theoretisches Wissen und die Anwendung in der Praxis &#8211; Teil 1: Ressourcen zur klinischen Kompetenzentwicklung Teil 5:\u00a0Entwicklung professionellen Verhaltens\u00a0[1] Professionelles Verhalten &hellip; <a href=\"https:\/\/pt-in-ontario.de\/?page_id=11\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Klinische Kompetenzentwicklung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":2,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-11","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/pt-in-ontario.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/11","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/pt-in-ontario.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/pt-in-ontario.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/pt-in-ontario.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/pt-in-ontario.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=11"}],"version-history":[{"count":27,"href":"https:\/\/pt-in-ontario.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/11\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":848,"href":"https:\/\/pt-in-ontario.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/11\/revisions\/848"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/pt-in-ontario.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=11"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}